Michelle Göbel punktet in Einsiedeln

Im Training und in der Probe die Beste

Michelle Göbel startete mit Platz vier und sechs beim FIS-Cup in Einsiedeln in ihre internationale Sommer-Saison. Dennoch war die Willinger Skispringerin nicht ganz zufrieden mit sich, denn sowohl im Training wie auch in den Probedurchgängen hatte sie das Feld dominiert und mit Weiten bis zu 105 m jeweils angeführt.“Ich hatte mir deshalb natürlich insgesamt etwas mehr erhofft. Die Schanze ist nicht ganz einfach zu springen und ich hatte am Anfang einige Probleme. Es gehören nun mal zwei gute Sprünge dazu. Aber für den Saisonstart kann ich wohl zufrieden sein“, zog sie am Ende Bilanz.
Die 17-Jährige belegte am ersten Tag nach 105 und 104,5 m im Training und in der Probe mit Weiten von 98 und 99,5 m mit 201,6 Punkten den vierten Platz. Es gewann überraschend die Lokalmatadorin Sina Arnet (222,6/102+104,5)  aus der Schweiz auf ihrer Heimschanze vor der Österreicherin Julia Mühlbacher (205,7/103,5+96) und der besten Deutschen Josephin Laue (99,5+101). Pia Lilian Kübler  (172,5)  und Lia Böhme (169,3) kamen auf den Plätzen sieben und neun noch unter die Top Ten.
Auch am Sonntag dominierte die Schweizerin (218 Punkte) wieder vor der österreichischen Junioren-Teamweltmeisterin (214,2) und Josephin Laue (205.8). Die Willingerin hatte in der Probe mit 101 m dominiert, kam im Wettkampf aber zunächst nur auf 91 m und Platz neun. 100,5 m im Finale bedeuteten Platz drei im zweiten Durchgang und in der Endabrechnung auch noch Rang sechs. Kübler (179,8) und Böhme (152,0) landeten auf Platz acht bzw. elf.
Göbel  („Im Training und in der Probe bin ich offenbar entspannter“) hat dennoch ihre Möglichkeiten auf der Großschanze angedeutet. Für sie und Pia Kübler war es der Saisoneinstand, Laue und Böhme waren schon beim COC in Rasnow in Rumänien gestartet, um erste Punkte im Continental Cup zu sammeln, die Göbel und Kübler schon aus dem Winter mitgebracht hatten. Nch dem Start ins neue Schujahr am Upland-Gymnasium geht es schon am Freitag zum nächsten FIS-Bewerb nach Slowenien.

Das Willinger Talent hatte zuvor  einige Tage Urlaub mit ihren Eltern gemacht, war dann zum DSV-Lehrgang nach Villach und mit Trainer Andre Pschera über Klingenthal weiter in die Schweiz gefahren.
Bei den Herren meldete sich in Einsiedeln der frühere Vierschanzentournee-Sieger Thomas Niethart bei seinem Comeback als Sieger und mit Platz drei zurück. Felix Hofmann war als Vierter bzw. auf Platz zwei jeweils der beste Deutsche.